Der Jakobsweg lässt die Berge hinter sich, wenn das in Galicien überhaupt möglich ist. Die vorletzte Etappe, die im grossen und ganzen durch die Sarriaauen und das Miñotal führt, geht ganz schön in die Beine. Die Fahrt geht durch tausend Dörfer, bei denen der Radfahrer nie genau weiss, wo eins aufhört und das nächste anfängt. Eichenhaine, Felder und die ersten Kiefernwälder wechseln einander ab.

Auf halbem Weg kommen wir durch das neue Portomarín. Das alte blieb 1962 unter den Wassern des Stausees Belesar begraben. Davor kreuzte der Jakobsweg an dieser Stelle den Miñofluss. Die alte Steinbrücke spitzt bei tiefem Wasserstand ab und zu noch heraus. Oberhalb vom neuen Dorf thront die Sankt Nicolas Kirche aus dem 12. Jh., die Stein für Stein von ihrem angestandenen Ort dorthin umgesiedelt wurde.

Ein weiterer Markstein auf dem Jakobsweg ist das Kloster Vilar de Donas, mit einer zum Nationalmonument erklärten romanischen Kirche, die jetzt aus unverständlichen Gründen abseits vom eigentlichen Weg liegt. Dieses Kloster war Begräbnisort des Ritterordens von Santiago. Die Grabstätten einiger dieser Beschützer der Pilger auf dem Jakobsweg sind noch erhalten.
aus "DER JAKOBSWEG MIT DEM FAHRRAD": SARRIA - PALAS DE REI

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