Nach Überschreiten des Flusses Cea verlassen wir die Tierra de Campos und bewegen uns Richtung León. Die Landschaft wird abwechslungsreicher, hüglig und steinig. Nicht umsonst wird die Gegend von den Ortsansässigen "Steinland" ("Tierra de Cantos") genannt.

Beim Pilger hinterlässt diese Sommer wie Winter gnadenlose Gegend einen bleibenden Eindruck. Für seine Durchwanderung hatten die Pilger jahrhundertelang zwei verschiedene Optionen: Entweder den etwas humaneren Französischen Weg, der stärker bepflanzt ist und seit kurzem befahrbar. Oder den aufreibenden und abgelegeneren Pilgerpfad, der durch reines Ödland führt, Calzada de los Peregrinos. Wer authentisches Pilgergefühl spüren will, der soll lieber letztere Variante wählen.

Wie dem auch sei, im Sommer sollte man sich früh morgens auf den Weg machen und nie vergessen, die Wasserflasche zu füllen. Nach dieser intensiven Etappe kommt der Pilger innerlich gestärkt nach León, wo ein geschlossenes historisches Stadtbild auf ihn wartet, das auf der Pilgerstrecke seinesgleichen sucht. Besonders zu nennen sind die Kathedrale (Hochgotik), die Basilika San Isidoro und das Hospiz San Marcos.
aus "DER JAKOBSWEG MIT DEM FAHRRAD": SAHAGÚN - LEÓN

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