Der Pilger hat in etwa die Hälfte des Weges hinter sich. Er kann diese Etappe also etwas entspannter angehen. Die vermeintlich langweilige Ebene Kastiliens hält so manche Überraschung bereit. Plötzlich verflüchtigt sich das Ödland, das man erwartet hat und nimmt Leben an. In den Sommermonaten aber kennt die Sonne über Kastilien keine Gnade. Nur die vereinzelten Pappelreihen entlang der Bachläufe und die Alleen um die Dorfplätze gewähren den langersehnten Schatten.

Der Streckenabschnitt hat zwei eindeutig differenzierte Teile. Die ersten 16 km verlaufen über abwechslungsreiche Feldwege, während der Rest des Weges mit der N-120 zusammenfällt und von daher uninteressant ist.

Nennenswert ist der Marktflecken Sahagún, der in engem Zusammenhang mit dem Clunyorden, einem der Hauptförderer des Jakobsweges steht. Sahagún war im Mittelalter der Hauptvertreter des romanischen Mudejarstils, der insbesondere die Kirchen San Tirso (12. Jh.) und San Lorenzo (13.Jh.) charakterisiert.
aus "DER JAKOBSWEG MIT DEM FAHRRAD": CARRIÓN - SAHAGÚN

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