Die Montes de Oca, der äusserste Westen der Sierra de la Demanda bilden die natürliche Grenze zu Kastilien. Auch historisch gesehen waren diese Berge immer die geographische Grenze, wie das Gedicht von Fernán Gonzalez besagt: < Entonces era Castillea un pequeño rincón / era de castellanos Montes de Oca mojón>. Auf dem Aufstieg zu diesem Berg werden wir für lange Zeit den letzten Wald gesehen haben. Erst wieder im Gebiet Bierzo - Anfang Galiciens fangen die Wälder an.

Nachdem der Pilger den schwierigen Pedraja-Pass geschafft hat, wird er mit einem der schönsten Orte entlang des Jakobsweges belohnt, dem Kloster San Juan de Ortega, das auch gleichzeitig Vorbote für die einwohnerreichste Stadt auf dem ganzen Pilgerweg ist.

Dadurch, dass dieser Ort auch heute noch nicht an das moderne Verkehrsnetz angebunden ist, konnte er sein historisches Gefüge in einer natürlichen Umgebung bewahren. Die Stimmung ist überwältigend, bestimmt von Ruhe und Zurückgezogenheit, die praktisch das ganze Jahr über besteht, nur vom Durchzug der Pilger etwas aufgewühlt wird.

Nach diesem jakobäischen Prachtstück und dem erfolgreichen Durchqueren der labyrinthartig angelegten Pistenwege der Ebene kommen wir in der Stadt Burgos an, die zusammen mit León und Compostela die Kernstädte des Jakobsweges darstellen.
aus "DER JAKOBSWEG MIT DEM FAHRRAD": SANTO DOMINGO DE LA CALZADA - BURGOS

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