Das ist die letzte Etappe, die in südwestliche Richtung führt. Ab Logroño schlägt der Jakobsweg dann die westliche Richtung ein, die er bis Santiago nicht mehr aufgibt.

Diese 4. Etappe mit ihren nicht endenden Böschungen geht wieder in die Beine. Ausserdem ist der Wind auf dieser Strecke meist ein unangenehmer Weggefährte. Die Getreidefelder und Weingärten bieten wenig Schutz davor. Und die Berge, die sich im Norden ausmachen lassen, sind zu weit weg, als dass man an ihren Hängen Schutz suchen könnte.

Kurz nach Estella kommt man schon zum Kloster Irache, eines der ältesten Klöster Navarras. Der Weg verläuft dann wieder durch kleine Dörfer, die ihr altes Aussehen bewahrt haben. Einige macht man schon von weitem aus. Ihre prächtigen Kirchtürme beherrschen das Dorfbild. Der von Torres del Río z.B., mit seinem eigenartigen Mudejarstil oder auch die Kirche von Viana, die auf einem Hügel sitzt, der einen weiten Blick ins Ebrotal eröffnet. Nach der Überquerung dieses Flusses an der historischen Brücke Puente de Piedra, ist der Pilger praktisch schon vor den Toren der riojanischen Hauptstadt.

Wie schon angedeutet, ist die Hauptschwierigkeit dieser Etappe der starke Wind, der in dieser Gegend fast das ganze Jahr über weht. Bei Regenwetter kann es auch Probleme mit dem Lehm geben.
aus "DER JAKOBSWEG MIT DEM FAHRRAD": ESTELLA - LOGROÑO

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