Texte zur Pilgerei, zum Jakobsweg, zum Unterwegssein...
aus http://www.ultreia.ch/texte.html, ergänzt um Musik auf dem Jakobsweg

Deutsch | Español | English | Français

Du Gott des Aufbruchs, segne uns, wenn wir dein Rufen vernehmen, wenn deine Stimme lockt, wenn dein Geist uns bewegt zum Aufbrechen und Weitergehen.
Du Gott des Aufbruchs, begleite und behüte uns, wenn wir aus Abhängigkeiten entfliehen, wenn wir uns von Gewohnheiten verabschieden, wenn wir festgetretene Wege verlassen, wenn wir dankbar zurückschauen und doch neue Wege wagen.
Du Gott des Aufbruchs, wende uns dein Angesicht zu, wenn wir Irrwege nicht erkennen, wenn Angst uns befällt, wenn Umwege uns ermüden, wenn wir Orientierung suchen in den Stürmen der Unsicherheit.
Du Gott des Aufbruchs, leuchte auch unserem Weg, wenn die Ratlosigkeit uns fesselt, wenn wir fremde Lande betreten, wenn wir Schutz suchen bei dir, wenn wir neue Schritte wagen auf unserer Reise nach innen.
Du Gott des Aufbruchs, mach uns aufmerksam, wenn wir mutlos werden, wenn uns Menschen begegnen, wenn unsere Freude überschäumt, wenn Blumen blühen, die Sonne uns wärmt, Wasser uns erfrischt, Sterne leuchten auf unserem Lebensweg.
Du Gott des Aufbruchs, sei mit uns unterwegs zu uns selbst, zu den Menschen, zu dir. Segne uns mit deiner Güte und zeige uns dein freundlich Angesicht. Begegne uns mit deinem Erbarmen, und leuchte uns mit dem Licht deines Friedens auf all unseren Wegen.
Amen.

Unterwegs bin ich seit meiner Kindheit.
Das Leben fordert mich auf, den Weg zu gehen, meinen Weg, Schritt für Schritt.
Ich muss ihn nicht fröhlich und beschwingt gehen, das verlangt niemand von mir - aber ich muss ihn gehen, meinen Weg, nicht den des Nachbarn, der so viel leichter zu gehen wäre, scheinbar - da ist das Leben unerbittlich: Mein Weg, das ist der Weg, den nur ich gehen kann.

Bruno Dörig

nein, bleib nicht stehn!
es ist eine göttliche gnade,
gut zu beginnen.
es ist eine grössere gnade,
auf dem guten weg zu bleiben.
aber die gnade der gnaden
ist es, sich nicht zu beugen
und, ob auch zerbrochen und erschöpft
vorwärtszugehen bis zum ziel.

helder camara

gott, du bist uns voraus
und lässt dich nicht binden.
gefährte der wandernden,
lock uns,
und wir werden es wagen,
über das hinauszugehen,
was wir festgelegt haben.
neuland werden wir entdecken
und andere horizonte.

f.k. barth/g. grenz/p. horst

Mensch,
steh auf,
und geh hinaus in die Ebene!
Nichts soll dir den Blick verstellen,
dein Herz soll weit werden
wie die Erde
und gross wie der Himmel.
Ich will dort mit dir reden.
Dort,
in der Ebene steht
die Herrlichkeit des Herrn!

Ezechiel 3,22 ff, nach Anton Rotzetter

Wie er (= Jakobus) in Hispaniam kommen ist gen Compostel, da die gross walfahrt hin ist, da haben wir nu nichts gewiss von dem: etlich sagen, er lig in Frankreich zuo Thalosa, aber sy seind jrer sach auch nit gewiss. Darumb lass man sy ligen und lauff nit dahin, dann man waisst nit ob sant Jacob oder ain todter hund oder ein todts ross da liegt, ... lass raisen wer da will, bleib du dahaim.

Martin Luther, Discrimen veri ac falsi, S. 44-47

Die Zeit geht nicht, sie stehet still,
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist ein Karawanserei,
Wir sind die Pilger drin.

Gottfried Keller

Unser Leben ist ein Weg - Lebensweg.
Wir bewegen uns
zwischen gestern und morgen,
von der Vergangenheit in die Zukunft, von einem Tag zum andern.
Wir sind unterwegs.
Unsere Wege:
mal geradlinig - mal kurvenreich.

Die Sterne,
die Lichtschimmer am Himmel,
sie führen zum Ziel,
sie begleiten auf dem Weg.

Sterne sind gute Wegbegleiter.
Auch meine fernen Lichtschimmer
sind Hoffnungsschimmer auf meinem Weg.

Jakobskapelle, Tafers

Gott ist mit Menschen, Menschen sind miteinander,
Jesus ist mit seinen Jüngern auf dem Weg,
unterwegs...
Christus sagt:
"Ich bin der Weg!"
Der Weg!
Also ein Geschehen, ein Prozess - aber nicht:
"Ich bin der Standpunkt!"
Nicht stehenbleiben auf einem Punkt,
sondern gehen.

Kurt Marti

aus Musik auf dem Jakobsweg, Noten, Musikbeispiele, CD's

... Lieder aus dieser Zeit sind mehrheitlich gesungene Pilgerführer, es werden Routen für die Pilger empfohlen, besondere Orte oder Gebiete mit ihren - für den Jakobspilger bedeutsamen - Eigenheiten geschildert, notwendige Kleidung und Ausrüstung beschrieben usw.
Dies ist z.B. der Fall im berühmten deutschen Jakobslied "Wer das elent bawen wel", auch unter der Bezeichnung "Jakobston" bekannt. Es ist seit dem ausgehenden 15. Jhdt. schriftlich überliefert und war vielleicht schon früher unter Pilgern verbreitet (Robert Plötz, Nach Santiago zogen sie).

aus http://home.t-online.de/home/wolfgang-simon/jak-not4.htm

Musikbeispiel - Jakobston: Wer das elent bawen wel

Deutschland, ausgehendes 15.Jhdt., anonym
Text übernommen aus: Robert Plötz, Nach Santiago zogen sie

1. Wer das elent bawen wel,
der heb sich auf und sei mein gesel
wol auf sant Jacobs straßen!
Zwei par schuoch der darf er wol
ein schüßel bei der flaschen.

3. Sack und stab ist auch darbei,
er luog, daß er gebeichtet sei,
gebeichtet und gebueßet!
Kumt er in die welschen lant,
er findt kein teutschen priester.

5. So ziehen wir durch Schweizerlant ein,
sie haißen uns got welkum sein,
und geben uns ire speise,
sie legen uns wol und decken uns warm,
die straßen tuont sie uns weisen.

7. So ziehen wir durch der armen Jecken lant,
man gibt uns nichts dan apfeltrank,
die berge mueßen wir steigen;
gäb man uns öpfel und pirn gnuok,
wir äßens für die feigen.

9. So ziehen wir zu sant Spiritus ein,
man gibt uns brot und guoten wein,
wir leben in reichem schalle,
Langedocken und Hispanierlant
das loben wir brueder alle.

11. Der andere haist der Monte Christein,
der Pfortenberk mag wol sein bruoder sein,
sie seint einander vast gleiche,
und welcher bruoder darüber get
vordient das himmelreiche.

13. Der künig von Hispanien der fuert ein kron,
er hat gebawet drei spital gar schon
in sant Jacobs eren,
und welcher bruoder darin kumt;
man beweist im zucht und ere.

24. Sih bruoder, du solt nit stiller stan!
Vierzig meil hastu noch zu gan
wol in sant Jacobs minster,
vierzehen meil hin hinter baß
zu einem stern haißt Finster.

26. Bei sant Jakob vergibt man pein und schult,
der liebe got sei uns allen holt
in seinem höchsten throne!
Der sant Jacob dienen tuot,
der lieb got sol im lonen.

2. Ein braiten huot den sol er han
und an mantel sol er nit gan,
mit leder wol besetzet,
es schnei oder regn oder wähe der wint,
daß in die luft nicht nezet.

4. Ein teutschen priester findt er wol,
er waiß nit wo er sterben sol
oder sein leben laßen,
stirbt er in dem welschen lant,
man grebt ihn bei der straßen.

6. So ziehen wir durch die welschen lant,
die seint uns bruedern unbekant,
das elent mueßen wir bawen,
wir ruofen got und sant Jacob an
und unser liebe frawen.

8. So ziehen wir durch Soffeien hinein,
man geit uns weder grot noch wein,
die seck stänt uns gar läre;
wo ein brouder zu dem andern kumt
der sagt im böse märe.

10. Is ligen fünf berg im welschen lant,
die seint uns pilgram wolbekant:
Der erste haist Runzevalle,
und welcher bruoder darüber get,
sein backen werden im schmale.

12. Der vierte haist der Rabanel,
darüber laufen die brueder und schwester gar schnel,
der fünfte haist in Alle Fabe,
da leit vil manches bidermans kint
auß teutschem lant begraben.

Die Strophen 14-23 erzählen die
Geschichte von dem Spitalmeister von Burgos,
der über 400 Pilger zu Tod brachte und erst
durch eingenhändige Nachprüfung des  Königs
überführt und samt Tochter gehenkt wurde.

25. Den Finstern Stern wellen wir lan stan
und wellen zu Salvater ein gan,
groß wunderzaichen an schawen;
so ruofen wir got und sant Jakob an,
und unser liebe frawen.

Birgit Vogelsang-Herden schreibt in "Die Kalebasse" Nr. 17:

Um 1500 schrieb man das Lied, das auch unter der Bezeichnung "Jakobston" bekannt war, mehrfach auf und parodierte es in der anschl. Reformationszeit häufig. Selbst im vergangenen Jahrhundert wurde das Stück noch nach einer Gesangsdarbietung aufgezeichnet.
Das Lied umfasst 26 Strophen mit je 5 Zeilen. Es beginnt mit der äußeren Erscheinung eines Pilgers, dessen wichtigste Kleidungsstücke zwei Paar Schuhe, eine wetterfeste Pelerine und ein breitkrempiger Hut als Sonnen- und Regenschutz darstellen. Weiterhin gehört zur Ausstattung eine Flasche (= die Kalebasse), eine Schüssel, ein Sack sowie ein Stab zur Stütze und Verteidugung. Als innere Vorbereitung gelten Beichte und Buße. Das muss schon in der Heimat erledigt werden, weil der Wallfahrer in der Fremde keinen Geistlichen findet, dem er in seiner Muttersprache zu beichten vermag.
Derart vorbereitet kann der Pilger in "das elent" (entstanden aus: elliu lant = das andere, d.h. fremde Land) wandern. Der Jakobston zeichnet den Weg durch die Schweiz bis zur dankbaren Ankunft in Santiago de Compostela nach.
Aufgrund der Sprache - an Wörtern, die um 1500 nicht mehr so gebräuchlich waren oder schon eine andere Bedeutung angenommen haben - kann man erkennen, dass zwischen Entstehung und Niederschrift des Liedes ein deutlicher Zeitabstand liegt.

Die folgenden Erläuterungen entstammen: Robert Plötz, Nach Santiago zogen sie:

- der armen Jecken lant = Armagnac
- Soffeien = Savoyen
- sant Spiritus = Pont St.Esprit im frz. Departement Gard
- Langedocken = Languedoc
- Runzevalle = Roncesvalles
- Monte Christein = Santa Christina vom Pass Somport
- Pfortenberk = Puerto San Adrian
- Rabanel = Rabanalpass
- Alle Fabe = Cebreiro-Pass, vom Ort La Faba
- den Finstern Stern = Cap finis terrae
- Salvater = San Salvador de Oviedo

In diesem Buch wird auch eine ausführliche Erläuterung zum "elent" gegeben.

Den Notentext habe ich einem Faltblatt entnommen, das auf dem Festtagsprogramm anlässlich des Jakobspilgerfest am Samstag, dem 24.Juli 1999, von der Gemeinde Schondorf-Ammersee zur Feier seiner Kirchen "850 Jahre St.Jakob und 500 Jahre St.Anna" verteilt wurde.

Klicken: 1. Strophe (j-elend.wav, 120 K). Beachten Sie die Ladezeit, ca. 1 Minute!

Quelle:
Camino de Santiago. Musik auf dem Pilgerweg zum Hl. Jacobus
"ensemble für frühe musik augsburg", CD CHR74530

Allein auf dem Weg sein.
Immer wieder.
Immer wieder einen Punkt finden,
von dem aus es sich lohnt zu gehen, zu leben.
Und sich nicht allein wissen,
sondern wissen, dass da Einer ist,
dass da viele auf dem Wege sind - immer.

Aus dem Pilgerbuch in Roncesvalles

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuss gehen kann.

Paul Gerhardt 1653
Melodie: Bartholomäus Gesius 1603, EG 294

Ic dir nâch sihe,
ic dir nâch sendi
mit mînen funf fingirin
funvi undi funfzic engili.
Got mit gisundi heim dich gisendi.
Offin sî dir diz sigidor,
sami sî dir diz segildor:
Bislozin sî dir diz wâgidor,
sami sî dir diz wâfindor.

Weingartner Reisesegen

Mit Dyne Füess wirsch Du Schritte tue.
I wünsche Dir Bode, wo Di treit!

Mit Dyne Füess wirsch Du Schritte tue.
I wünsche Dir, dass Dir Dy Wäg fründlech entgäge chunnt!

Mit Dyne Füess wirsch Du Schritte tue.
I wünsche Dir, dass anderi Di uf Dym Wäg tüe begleite!

We Du mit Dyne Füess nümme chasch oder magsch loufe,
de wünsche ig Dir Mönsche,
wo Dir mit Liebi zur Syte schtöh!

Mit Dyne Füess wirsch Du Schritte tue.
I wünsche Dir, dass es Schritt zum Fride dörfe sy!

Mit Dyne Füess wirsch Du Schritte tue.
I wünsche Dir,
dass es Schritt vom Vertroue dörfe sy!

Max Gasser

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Deutsch | Español | English | Français

Peregrino, peregrino
que no sabes el camino
dónde vas?
Soy peregrino de hoy,
no me importe dónde voy;
mañana? Nunca, quizás.
Admirable peregrino,
todos siguen tu camino.

Manuel Machado

Polvo, barro, sol y lluvia es Camino de Santiago
Millares de peregrinos y mas de un millar de años.
Peregrino, ¿Quién te llama? ¿Qué fuerza oculta te atrae?
Ni el Campo de las Estrelas ni las grandes catedrales.
No es la bravura navarra ni el vino de los riojanos,
ni los mariscos gallegos ni los campos castellanos.
Peregrino, ¿Quién te llama? ¿Qué fuerza oculta te atrae?
Ni las gentes del camino ni las costumbres rurales.
No es la historia y la cultura ni el gallo de La Calzada,
ni el palacio de Gaudí ni el Castillo Ponferrada.
Todo lo veo al pasar y es un gozo verlo todo,
mas la voz que a mi me llama la siento mucho más hondo.
La fuerza que a mi me empuja a fuerza que a mi me atrae,
no sé explicarla ni yo. Sólo el de Arriba lo sabe!

(un peregrino E.G.B.)

Deutsch | Español | English | Français

"Wer daz elend..." in Ehren, aber zeitgenössische Texte haben es natürlich auch in sich! Als Jazzfreund bin ich auf einen Song von "The Ritz" gestossen, der eigentlich auch ganz gut dazu passt:

WALKIN'

Don't mind walkin' in the daytime,
Don't mind walkin' in the night.
I don't mind walkin', in fact, I like swingin'
From left to right.
I've got a rhythm goin',
I got a beat that's flowin'
Like a walkin' bass line that's groovin'.

Through the city any day,
Tell all the people in may way that
I got feet that move, that groove -
So I keep a'walkin'.

See the different kinds o' people
Come from different frames o' mind.
All o' the paces got separate places,
but move in time.
The girl with the Coca-Cola -
Well, she's got hemiola*.
Walkin' next to the man with the raincoat.

Crowded sidewalks, busy streets.
All I see is shufflin' feet,
And I need room to move, to groove -
So I keep a'walkin'.

* hemiola = rhythm. Ausdruck, vgl. triola
Sharon Harris/Robert Stoloff

The Pilgrim's Camino

Along the meadows and beside streams
the pilgrims walk the pilgrims dream.
The pilgrims pray for vision yet seen.
Does Santiago know of their dreams?

The journey ends and a new life begins
and as life ends a new journey begins.
The pilgrims walk the pilgrims pray
for Santiago to show the way.

Dedicated to Carolyn
Tom Graham May 1999

Deutsch | Español | English | Français

Chant des Pèlerins de Compostelle

ultreia.jpg (177706 Byte)

Tous les matins nous prenons le chemin,
tous les matins nous allons plus loin.
Jour après jour la route nous appelle,
c'est la voix de Compostelle.

Ultreia, Ultreia, et Suseia,
Deus, adjuva nos!

Chemin de terre et chemin de foi,
voie millénaire de l'Europe,
la voi lactée de Charlemagne,
c'est le chemin de tous les jacquets.

Ultreia, Ultreia, et Suseia,
Deus, adjuva nos!

Et tout là-bas au bout du continent,
messire Jacques nous attend,
depuis toujours son sourire fixe,
le soleil qui meurt au Finistère.

Ultreia, Ultreia, et Suseia,
Deus, adjuva nos!

J. Claude Bénazet

s. a. Chant des Pélérins de Compostelle, aus Conques

Poème d'un (Futur) Pèlerin

Ah, quand pourrais-je aller là où mon coeur m'appelle
au loin là-bas, vers Saint Jacques de Compostelle?
M'aventurer sur la route des pèlerins,
vers laquelle convergent tout de beaux chemins!

Je pérégrinai et par monts et par vaux,
en vélo ou à pied, à genoux s'il faut.
Dans le vent, sous la pluie, et aux feux du soleil
chaque jour je partirai, dès le premier réveil.

Des haltes je ferai aux nombreuses sanctuaires,
des époques de foi, superbes reliquaires,
Contemplant les sculptures, Evangiles en pierre
à selle des croyants, j'unirai ma prière.

Enfin rendu là-bas, tout au bord de la terre,
je rendrai grâce à Dieu pour l'étape dernière.
En Eglise devant la tombe de l'Apôtre
déposerai mes voeux, ainsi que tous les vôtres:

"Grand Saint Jacques, envoyé aux lointains rivages,
Etoile dans la nuit de nos pèlerinages,
quel que soit le chemin, direct ou tortueux,
Fais que nous progressions dans notre marche vers Dieu.

Prosper Remmy

mailto:hci@saxeten.net
Homepage http://www.ultreia.ch/index.html

horizontal rule

Seiten-Anfang | © by ejw | 15.09.2011