Bilder zu meinem Camino vom 5.9. bis 2.10.2001
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27. Tag, Mo. 1.10.: Durch Regen, aber endlich in Santiago! (>Google maps)
Streckenkarte PALAS DE REI - SANTIAGO, Text dazu

Ach, ist das schön! Am Abend allerdings erst: den ganzen Camino geschafft!

Am Morgen war es trostlos: Regenwetter. Ich wollte den Weg gar nicht mehr gehen, einfach mit dem Auto abfahren oder wenigstens den Regen abwarten. 
Um 9 Uhr: abwarten. Im Auto in Santa Irene (auf der anderen Seite dieses Häuschens vor der Herberge; der Pilger auf dem Foto hat die falsche Richtung) den Führer von Santiago gelesen, ..., dann Fromm gelesen. Obwohl es seit 10 Uhr nicht mehr regnete, aber trostlos aussah, habe ich gewartet und gehofft.  (>Google maps) (>Google-StreetView)

Um 12 Uhr bin ich dann doch losgegangen, dann allerdings ziemlich schnell über Pedrouzo in halber Regenmontur. Der Regen war bald da und plötzlich, sodass ich die zweite Hälfte der Regenmontur erst gar nicht mehr anziehen musste, weil es schon zu spät war. Ich war also nass. Nach ungefähr der Hälfte des Weges, vor dem Flughafen an der Einmündung der N-547 in die N-634, hatte ich Orientierungsprobleme: Die N-634 ging nur noch als Autobahn weiter (direkt nach Santiago). Mit dem MTB zurück nach Santa Irene und dem Auto vorwärts bis Santiago-Nord (Geld besorgt, da auch der Tank fast leer war) und die alte N-634 gesucht von Santiago aus und gefunden. Ich wusste doch, dass es eine solche gab (aus 1997). 

273_imag_santiago_codex_calixtinus01.jpg (45946 Byte) Vom Flughafen-Rondell in Lavacolla (hat etwas mit dem Codex Calixtinus zu tun ?) dann mit trockenem Hemd und voller Regenmontur eifrig losgetigert, kein Stop, keine Rauchpause, keine Bar, vorbei am

Monte de Gozo (oder Monte San Marcos oder Monte del Monjoi oder Monte Gaudii).

Der "Berg der Freude" trägt seinen Namen wegen des großen Glücksgefühls, das die Pilger erfüllte, als sie von dieser Anhöhe endlich das ersehnte Santiago de Compostela vor sich sahen. Heute befindet sich dort ein gigantischer Hotel- und Herbergsbereich mit 3.000 Betten; ein Teil dient als Pilgerherberge.
aus http://www.spanien.com/griff_jakobsweg9.cfm

27401_monte_del_gozo.jpg (114830 Byte) 27402_monte_del_gozo.jpg (41064 Byte) 27403_monte_del_gozo.jpg (44631 Byte) 27404_monte_del_gozo.jpg (49540 Byte) 27405_monte_del_gozo.jpg (32663 Byte) 27406_monte_del_gozo.jpg (69673 Byte) 27407_monte_del_gozo.jpg (61770 Byte) 27408_monte_del_gozo.jpg (52625 Byte) 27409_monte_del_gozo.jpg (46399 Byte)

Von dort aus, nämlich dem Ort San Marcos, endlich die Kathedraltürme gesehen im Regen. santiago-einmarsch aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html Irgendwann den Stadtrand von

Santiago de Compostela (94.000 Einw., 260 m üNN) erreicht und dann in dem langen Bogen durch die Stadt (fast einen Polizisten gerempelt, der mir im Weg stand) bis zur Kathedrale, vor der ich dann um 17.27 Uhr stand. Grosse Erleichterung, da der Geh-Camino, 660 km, damit beendet war. Zurück mit dem MTB zum Auto in Lavacolla, ca. 18.30 Uhr. Damit war auch der Rad-Camino, 748 km, beendet. Very happy. Dann zuerst telefoniert, etwas Brotzeit gemacht und mich trockengelegt: alles neu, graue Hose u. s. w. 

Um 19.30 Uhr dann mit dem Auto nach Santiago, getankt, Parkplatz gesucht und dann Hostal. Ist gut gelungen: nahe am Zentrum Parkhaus in der Rua do Rosa, nicht weit ein gutes Hostal Windsor. Das Zimmer hat mich sehr positiv überrascht und der Preis auch, hatte mit deutlich mehr gerechnet. Als "Windsor" mit grauer Hose und Regenschirm habe ich mich gegen das Zentrum aufgemacht: Rua do Franco, Kathedralsplatz (imposant und herrlich beleuchtet), um die Kathedrale, Rua do Vilar. Schliesslich in die Rua do Franco zum Abendessen. Gemütlich zurück zum Hostal, noch ein Viertel Weiss genossen unterwegs und ein (das erste am Camino) gutes Eis. Ich bin müde, aber sehr zufrieden, dass ich den Weg geschafft habe und alle Mühe vergessen kann. Glücklicherweise ist alles gut gegangen: keine Probleme mit dem Rad, kein Unfall, kein Autoeinbruch, keine Krankheit, nichts verloren oder vergessen. Jeden Morgen Riesenangst vor dem Tag und das 27-mal und doch jeden Tag die Mühen geschafft. Ich bin sehr dankbar und nehme an, dass schon etwas wird hängenbleiben von dieser Erfahrung.

Um 3 Uhr war ich noch munter. Ach ja, ist doch egal: ich muss nicht mehr ... hatschen.

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