Mein Camino vom 5.9. bis 2.10.2001
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12. Tag, So. 16.9.: Über Frómista nach Villalcázar de Sirga
Streckenkarte BURGOS - CARRIÓN DE LOS CONDES, Text dazu

Um 6.30 Uhr war die Herberge in Itero leer (Formel-1-Pilger, die bei Dunkelheit schon die Herberge terrorisieren und loslaufen). Daher bin ich schon um 7 Uhr mit dem Auto nach 
Castrojeriz gefahren, habe gefrühstückt und bin um 8 Uhr in bestem Tempo los auf den Berg (>GSV), den Mostelares (>GSV), und hinten runter. Um diese Zeit sind eine Menge unterwegs. Es ist noch kalt, sodass man gut laufen kann. Ausserdem brauche ich die Kilometer, weil sie mir sonst irgendwann am Tag fehlen. Am Morgen fliege ich fast, wohl mit mehr als 6 km/h. An der

Fuente el Piojo (>GSV) Wiener getroffen und zu meinem Erstaunen den Brasilianer, der trotz meiner 60-km-"Schenkung" auch schon hier ist. Er ist flott bei Fuss und hat an einem Tag mal 48! km gemacht. Vorbei an

San Nicolás (>GSV) über die

117-pisuergabruecke.jpg (26456 Byte)Brücke über den Rio Pisuerga (>GSV), Zigarettenpause und mit dem Brasilianer zum Ortsanfang Itero de la Vega.

Die Strecke Itero de la Vega - Boadilla s. gestern.

Dann mit dem MTB zurück, natürlich bei Gegenwind und riesigem Umweg. Mitten auf der Strasse nach einer Kuppe stand ein PKW: ein Überfaller? Angst. Der Motor lief, der Fahrer atmete und schlief. Ein Terrorist mit Pistole in den Händen? Habe dann ein anderes Auto angehalten. Wir öffneten. Er erzählte was und fuhr dann weiter. Ein seltsames Verhalten, vielleicht doch ein potentieller Selbstmörder? Mir fiel dann auf, dass ...? Um 11 Uhr dann mit dem Auto nach Frómista, mit dem Rad nach
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Boadilla del Camino (Pranger u. Taufbecken) + (>GSV)

 

und flott auf dem Camino entlang des Kanals (>GSV) 122_canal-de-castilla.gif (24272 Byte) 122_canal-de-castilla2.gif (23763 Byte) nach Die Landschaft ist inzwischen völlig flach und eintönig geworden; es handelt sich um die sog.
Tierra de Campos in der kastilischen Provinz Palencia.
In Boadilla del Camino ist vor der Kirche ein
reich dekorierter Pranger aus dem 15. Jh. zu bewundern, der viele Jakobsmuscheln zeigt.
aus http://www.spanien.com/griff_jakobsweg7.cfm

Frómista.
(1.000 Einw., 780 m üNN)

122m04_fromista_iglesia_de_san_martin.jpg (56020 Byte)Kirche San Martín aus dem 11. Jh. (>GSV)

Von 13 bis 14.30 gemütliche Pause mit Essen, Trinken, Zigarre und Kartenschreiben. Erstaunlich war, dass ich dann in der Hitze trotzdem flott des langatmigen Weges war (wegen Rückenwind oder Leistungswillen oder einfach flott drauf?). Mit Marin telefoniert und Peter (Altenmarkter). Ich bin auf dem Pilgerweg und sehr froh, dass andere mich mit ihrem Gedenken begleiten. Warum bin ich überhaupt unterwegs? Ich glaube es zu wissen. Ich weiss aber nicht, was herauskommt. Deswegen bin ich wohl auf dem Weg?

Im flotten Marsch über Población de Campos, Villovieco, und Villarmentero (>GSV) war ich dann doch schon um 17.30 in
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Villalcázar de Sirga (>GSV)

Der Ort wird verkürzt auch Villasirga genannt. Hier überrascht die gewaltige Kirche aus dem 13. Jh. im Übergang von der Romanik zur Gotik, die einst Teil eines umfassenden Klosters des Templerordens war.
aus http://www.spanien.com/griff_jakobsweg7.cfm

Herbergsplatz registriert und zurück nach Frómista mit dem MTB, der Wind war nicht allzustark. Noch einmal um die einmalige Kirche San Martín gegangen und mit dem Auto nach Villalcázar.

Extrem müde, aber froh, dass ich heute so leistungsfähig war. Nach Hemdwechsel noch in die Kirche Santa María la Blanca gegangen, gedankt und gebetet. Dann gab es noch ein gutes Abendessen.

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