Mein Camino vom 5.9. bis 2.10.2001

1. Tag, Mi. 5.9.: Über den Cisa-Pass nach Roncesvalles
Rückfahrt mit dem Mountainbike auf der Hauptstrasse über den Ibañeta-Pass (1057 m)

Streckenkarte
St. Jean - Roncesvalles

Der mittelalterliche Jakobsweg führte durch das Tal des Flusses Nive, die meisten Jakobspilger gehen heute aber über die "Route de Napolèon", einen Weg, den Anfang des 19. Jh. die napoleonischen Truppen erschlossen, um bei der Invasion Spaniens nicht in dem engen Tal überfallen zu werden. Diese Strecke ist etwas länger und anstrengender, weil sie bis auf 1.420 Höhenmeter ansteigt, sie ist aber landschaftlich unvergleichlich schöner und wird nicht durch Autoverkehr gestört. Von der höchsten Stelle kann man entweder direkt 4 km steil bergab zur Abtei von Roncesvalles gehen oder auf einer schmalen Asphaltstrasse nach rechts einen Umweg über den Ibañeta-Pass machen.
aus http://www.spanien.com/griff_jakobsweg5.cfm

011k_michaelkasper.jpg (17311 Byte)
So profimässig habe ich es nicht gepackt wie Michael Kasper, der Autor des Jakobsweg-Handbuchs
(http://www.spanien.com/griff_subjakobsweg.cfm).

Start um 8.30 Uhr mit dem Rad (schiebend) über z. T. unbewaldete Hügel hinweg eher allmählich ansteigend, z. T. sogar auf asphaltierten Wegen. Sonnenschein und etwas Wind, so war es nicht zu heiss. Um 13 Uhr auf der Höhe. Auf dem ganzen Weg herrliche Aussichten. Vom

Cisa-Pass. Foto aus http://www.stack.nl/~petero/jean.htm (15 kB) Cisa-Pass. Foto aus http://www.stack.nl/~petero/jean.htm (25 kB) Cisa-Pass. Foto aus http://www.stack.nl/~petero/jean.htm (32 kB) Cisa-Pass. Foto aus http://www.stack.nl/~petero/jean.htm (37 kB) Cisa-Pass. Foto aus http://www.stack.nl/~petero/jean.htm (23 kB)

 

aufstieg03 aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html aufstieg02 aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html aufstieg01 aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html grenze-e aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html grenze-f aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html changoa aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html bentarte aus www.ultreia.ch/bilder-spanien.html

Cisa-Pass Mar angerufen. Der Aufstieg war bedeutend weniger schwierig und anstrengend als befürchtet (die Trainigsmärsche zu Hause in steilem Gelände haben doch Kondition gebracht!). Daher grosse Erleichterung und Zutrauen für die weiteren Tage. Nach Brotzeit (Kärntner Hauswürstel) ging es direkt steil bergab durch den Wald nach 
Aus dem Wald kommend, ...
Roncesvalles.

<<< Aus dem Wald kommend, ...
Von rechts nach links über diese Treppe>>> ... nähert man sich dem Komplex (im Bild von rechts). Über die Treppe im Vordergrund hoch nach links, ...
Jakobskapelle (und rechts die Totenkapelle)<<< ... zwischen diesen Gebäuden hervor, an der Jakobs-Kapelle vorbei. Nun steht man vor der Allee vor dem ...

Kloster Roncesvalles. Im hinteren Querbau ist die Herberge, rechts davon die ...<<< Kloster Roncesvalles. Im hinteren Querbau ist die Herberge, rechts davon die ...
Kirche Santa María>>> Kirche Santa María.

Die Pilgerstation wird beherrscht von der breiten Fassade des Augustinerkonvents, im 12. Jh. von Alfons I. von Aragón und Navarra gestiftet. Die frühgotische, dreischiffige
Stiftskirche wurde Ende des 12. Jhs. von französischen Baumeistern im Auftrage Sanchos VII. von Navarra begonnen. Eine Blendbogengalerie aus zierlichen Lanzettbögen gliedert die Innenwände. Neben dem hohen Kapitelsaal (14. Jh.), der an der Ostseite des Kreuzganges die Grabtumba des Riesenkönigs und Stifters Sancho des Starken beherbergt, lohnen das Klostermuseum und die mittelalterliche
Totenkapelle, auch Silo de Carlomagno genannt, einen Besuch. Nach dem Volksglauben waren hier die zwölf Pairs Rolands begraben. Gleich daneben erhebt sich die schlichte
Jakobskapelle, deren Glocke verirrten Pilgern bei der Orientierung helfen sollte.

Die Reliefs auf dem Karlsschrein in Aachen zeigen, wie eine funkelnde Milchstraße
Karl dem Großen im Traum den Weg nach Santiago weist. Diese Vision führte auch zur Bezeichnung der Pilgerstraße als "Sternenweg". Der Spanienfeldzug Karls (mit der später im
Rolandslied episch ausgestalteten Niederlage seiner Nachhut bei Roncesvalles) dient so der Befreiung des "Sternenwegs" von den Mauren.
aus "Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela", lokale Kopie
Ausführliches zu: Karl der Große und das Rolandslied

Kirche Santa María, InneresNach einem Bier um 14.30 mit dem Rad auf der Landstrasse über den Ibañeta-Pass zurück nach St. Jean, mit dem Auto retour um 17 Uhr, Herbergssuche.
Die jeweilig tägliche Rückfahrt mit dem Rad wird wohl anstrengend, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits sehr müde bin.
Heute will ich noch gut essen und die Messe mit Pilgersegen besuchen: habe ich und danach ein Pilgermenu für 6,01 EURO (1000 Pesetas, 12 DM, 84 ATS) genossen.

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